Was eine gute Webadresse ausmacht – Die Domain

Jede Internetseite braucht eine Adresse, um in der Weite des weltweiten Netzes gefunden zu werden. Intern werden dabei Ziffernfolgen verwendet, die jedem Rechner und jedem Server eine eindeutige IP-Adresse zuweisen. Beispielsweise kann die eigene Internetseite unter der IP-Adresse 192.100.2.2 zu finden sein, wenn das Protokoll IPv4 verwendet wird. Beim Protokoll IPv6 ist es noch komplizierter. Hier kann die IP-Adresse beispielsweise 2001:dc8:57ab:1234:de:2c lauten.

Diese komplexen Ziffernfolgen kann sich keiner merken. In einer Zeitungsannonce und auf der Visitenkarte wäre die Angabe der IP-Adresse recht sinnlos. Denn kaum jemand würde sich die Mühe machen, diese Adresse zu Hause in den Browser einzutragen. Doch das ist auch gar nicht notwendig. Denn mit dem sogenannten Domain Name System (DNS) ist es möglich, den Ziffernfolgen, die die technische Adresse eines Servers darstellen, einen Namen zu geben, der von Menschen leicht gelesen und verstanden werden kann. Insbesondere können so Adressen für Internetseite vergeben werden, die man sich leicht merken kann. Diese Namen für menschliche Nutzer werden als Domains bezeichnet.

Aufbau einer Domains

Grundsätzlich besteht eine Domain aus drei Teilen, wie am Beispiel www.meine-firma.de zu sehen ist.

1. Der erste Teil einer Domain »www« wird als »3rd-level-label« bezeichnet. Klassischerweise wird hierfür das Kürzel www verwendet, das als Abkürzung für »world wide web« steht. Doch das muss nicht so sein. Beispielsweise können Online-Shops ein anderes 2rd-level-label wählen und shop.meine-firma.de zur Internetadresse machen. Je nach Serveranbieter können die Möglichkeiten zur Gestaltung des 3rd-level-labels eingeschränkt sein.

2. Der zweite Teil der Internetadresse wird als »2nd-level-label« bezeichnet und bekommt gemeinhin die größte Aufmerksamkeit. Grundsätzlich ist hier eine freie Wahl möglich, sofern nicht bereits ein anderer Internetseitenbetreiber den gewünschten Namen zu seiner Internetadresse gemacht hat. Firmennamen und Werbeslogans sind besonders gut als 2nd-level-label geeignet.

3. Die Internetadresse schließt ab mit der Top-Level-Domain. Lange Zeit war diese Top-Level-Domain auf das Länderkürzel (.de, .us, .fr. usw.) beschränkt. Selbst die bei Fernsehsendern verbreitete Top-Level-Domain .tv steht nicht für Television, sondern ist die Länderkennung für den Inselstaat Tuvalu im Pazifischen Ozean. Nur .com für kommerzielle Webseiten, .info für Informationswebseiten und .org für gemeinnützige Organisationen und wenige andere Kürzel wichen von der länderbezogenen Kennzeichnung ab. Heute sind die Möglichkeit durch die Einführung vieler weiterer Top-Level-Domains vielfältiger geworden.

Was muss bei der Wahl der Domain beachtet werden?

Wer eine neue Internetseite ins Leben ruft, braucht eine gute Domain. Das wird von Tag zu Tag schwieriger. Denn viele Namen sind bereits vergeben. Webspace- und Serveranbieter stellen daher auf ihren Internetseiten Suchmaschinen zur Verfügung, mit denen sich schnell ermitteln lässt, welche Namen noch verfügbar sind. Doch nicht jeder verfügbare Name ist geeignet.

Oft wird der eigene Firmenname als Domain verwendet, was sicherlich keine schlechte Möglichkeit ist. Dochwww.tischlerei-mayer.de ist wenig aussagekräftig, www.naturholzmoebel.de vermittelt hingegen bereits mit der Domain eine Werbebotschaft. Mit einem passenden 3rd-level-label und einer guten Top-Level-Domain lassen sich aussagekräftige Domains schaffen, die jede Internetseite deutlich von der Konkurrenz unterscheidet und die Aufmerksamkeit für die eigene Seite deutlich erhöht.