UPWARE bietet seinen Kunden jetzt schon HTTP2

httpsHTTP/2: Das schnelle Übertragungsprotokoll im Internet

Die Internetverbindungen sind in den letzten Jahren dank DSL, VDSL, Kabelmodem und Glasfasern immer schneller geworden. Die Anbieter überbieten sich mit dem Versprechen besonders schneller Datentransporte – die Internetbenutzer wundern sich aber nicht selten, warum viele Internetseite ausgesprochen langsam aufgebaut werden. Geschwindigkeit im Internet ist nämlich nicht nur eine Frage der schnellen Leitungen. Sie hängt ganz wesentlich auch von den verwendeten Protokollen ab, mit denen der Datenfluss im Internet abgewickelt wird.

HTTP 1: Grundlage des Internets

Jeder kennt das Kürzel http, mit dem regelmäßig Internetadressen beginnen. Das Kürzel “http” steht für “hypertext transfer protocol” (dt. Hypertext-Übertragungsprotokoll). Die erste Version dieses Protokolls wurde Ende der 1980er Jahren von Roy Fielding, Tim Berners-Lee und andere am europäischen Kernforschungszentrum in der Schweiz, dem CERN, entwickelt. Diese Entwicklung war ein wichtiger Schritt, der es ermöglichte, dass das Internet in den folgenden Jahren seinen Siegeszug antreten konnte. Denn erst durch dieses Protokoll wurde die weltumfassende Übertragung von Daten ermöglicht. Die Entwicklung dieses Protokolls verlief langsam. 1999 wurde die Version 1.1 veröffentlicht.

Dieses noch heute angewendete Protokoll entspricht jedoch in vielen nicht mehr den Anforderungen, die durch die heute verwendeten Computer und die Allgegenwart des Internets an das Übertragungsprotokoll gestellt wird. Insbesondere ist das Protokoll, das den Datenaustausch regeln soll, zu einer der größten Bremsen in der Übertragung geworden. Denn laut http 1.1 müssen Server und Client erst einige Nachrichten austauschen, bevor überhaupt eine Verbindung zustande kommt. Steht die Verbindung, muss jede Anfrage des Clienten einzeln erfolgen. Eine weitere Anfrage kann erst gestellt werden, wenn der Server geantwortet hat. Angesichts der Tatsache, dass moderne Internetseiten ihre Inhalte von unterschiedlichen Servern beziehen, wird es verständlich, warum dieses Verfahren zu einer sehr langsamen Datenübertragung führt.

HTTP/2: Das schnelle Internet

In einer Allianz aus dem Suchmaschinenbetreiber Google, dem Firefox-Hersteller Mozilla und dem Versandriesen Amazon wurde eine deutliche schnelle Variante des Übertragungsprotokolls entwickelt, das seit Kurzem im Internet getestet wird. HTTP/2 zeichnet sich vor allem durch Multiplexing aus, das eine der größten Schwachstellen der Vorgängerversionen behebt. Nun ist es möglich, mehrere Anfragen zu bündeln, ohne dass auf die Antwort des Servers gewartet werden muss. Dadurch kommt es zu einem deutlich wahrnehmbaren Geschwindigkeitsschub – gerade dann, wenn es sich um aufwendige und komplizierte Webseiten handelt. Benutzer von Firefox und Chrome können den Effekt schon jetzt bestaunen.

Indes müssen sich die Benutzer anderer Browser keine Sorgen machen, den Anschluss zu verlieren. Tatsächlich ist HTTP/2 vollkommen abwärtskompatibel. Das heißt: Auch mit älterer Software kann man ohne Weiteres weiterhin im Internet unterwegs sein. Man wird allerdings auf den Aufbau einer komplexen Seite weiterhin lange warten müssen. Wer Wert auf eine schnelle Internetverbindung legt, sollte also möglichst bald einen Browser wählen, der HTTP/2 unterstützt.